Filmgenuss in seiner freiesten Form


In Zusammenarbeit mit der Kulturarena, die jährlich im Sommer für sechs Wochen den Theaterplatz Jenas belebt, zeigen wir verschiedene Film auf einer Freilichtbühne. Highlight der FilmArena ist die "Kurzfilmnacht", bei der prämierte Filme des Filmfests Dresden und des backup_festival Weimar gezeigt werden.

Programm


 

Aus dem Nichts

mehr lesen weniger

Selten war ein Filmtitel passender. Wie aus dem Nichts verliert Katja bei einem Bombenanschlag Mann und Kind. Die Ermittler tappen im Dunkeln, vermuten einen Racheakt, da Katjas Gatte wegen Drogengeschäften vorbestraft war und bereits im Gefängnis saß. Erst als Jürgen Möller bei der Polizei einen Verdacht gegen seinen eigenen Sohn ausspricht, nehmen die Ermittlungen eine neue Wendung. Tatsächlich kommt es zur Verhandlung und Katja steht den mutmaßlichen Mördern ihrer Familie Auge in Auge gegenüber.

Mit „Aus dem Nichts“ hat Fatih Akin, lose angelehnt an die Geschehnisse rund um die NSU-Morde, ein aufwühlendes und wütendes Justizdrama geschaffen. Emotionales Zentrum des Films ist Diane Kruger, die für ihre Leistung vollkommen zu Recht auf dem Filmfestival von Cannes zur Besten Darstellerin gekürt wurde. Außerdem wurde „Aus dem Nichts“ mit dem Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. Ganz großes Kino!

D, 2017, 105 Minuten
Regie: Fatih Akin; FSK ab 12 Jahren
VV 7€/6€; AK 8€/7€ Theatervorplatz (Schillergäßchen 1; 07745 Jena)

Inhalte von youtube.com laden?

 

Mord im Orient-Express

mehr lesen weniger

Ein Passagier wird tot in seinem Abteil aufgefunden, ermordet auf brutale Weise. Der Schock unter den Mitreisenden ist groß und als der Zug auch noch wegen einer Schneeverwehung stecken bleibt, liegen die Nerven vollends blank. Auftritt Hercule Poirot: Der Meisterdetektiv ist im letzten Augenblick noch mit an Bord des eigentlich vollbesetzten Orients-Expresses gekommen und vermutet den Mörder noch unter den Reisenden. Er beginnt zu ermitteln. 

Es geht das Gerücht um, dass Agatha Christie mit der Verfilmung ihres „Mord im Orient-Express" aus dem Jahr 1974 ziemlich zufrieden gewesen sein soll. Nur der wenig beeindruckende Schnauzer des Hercule-Poirot-Darstellers Albert Finney sei ihr ein Dorn im Auge gewesen. Kein Problem, dachte sich wohl Kenneth Branagh, der die Neuauflage inszenierte, gleich selbst in die Rolle des Detektivs schlüpfte und freilich auch den stattlichen Schnurrbart nicht vergaß. Auch sonst bleibt Branagh sehr nah an der Vorlage und erweckt in opulenten Bildern den Zauber des Orient-Express neu.

USA, 2017, 114 Minuten
Regie: Kenneth Branagh; FSK: ab 12 Jahren
VV 6€/5€; AK 7€/6€ Theatervorplatz (Schillergäßchen 1; 07745 Jena)

Inhalte von youtube.com laden?

 

Dieses bescheuerte Herz

mehr lesen weniger

Feiern, tanzen, Vatis Geld verprassen. Während andere Menschen mit Anfang 20 einem Beruf nachgehen oder studieren, macht Lenny – nichts. Das hat sich sein Vater lange genug mit angesehen und stellt den Sohnemann vor die Wahl: Entweder übernimmt er ehrenamtlich die Pflege eines schwerkranken Jungen oder er kann sich seinen Lebenswandel ab sofort selbst finanzieren. Das Druckmittel wirkt und wenig später steht Lenny dem 15-jährigen David gegenüber, der seit seiner Geburt unter einem schweren Herzfehler leidet. Es ist nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick, doch mit der Zeit fügen sich beide in die neue Situation. Ja, Lenny entwickelt sogar zum ersten Mal so etwas wie Verantwortungsgefühl für einen Menschen, der nicht er selbst ist. Gemeinsam beginnen sie eine von David erstellte Wunschliste abzuarbeiten, beginnend beim ersten Kuss bis hin zur Aufnahme einer eigenen Platte. 

Basierend auf dem Bestseller von Daniel Meyer und Lars Amend erzählt „Dieses bescheuerte Herz“ die Geschichte eines todkranken Jungen. Dabei umschifft die Tragikomödie gekonnt Kitsch und übermäßiges Pathos und verlegt sich lieber auf eine humorvoll-berührende Erzählweise. Toll!

D, 2017, 106 Minuten
Regie: Marc Rothemund; FSK: ohne Altersbeschränkung
VV 7€/6€; AK 8€/7€ Theatervorplatz (Schillergäßchen 1; 07745 Jena)

Inhalte von youtube.com laden?

 

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

mehr lesen weniger

Vor Monaten erschütterte ein Gewaltverbrechen den kleinen Ort Ebbing im Staate Missouri, Angela Hayes wurde vergewaltigt und ermordet. Während die Polizei nach dem Täter sucht, kehrt nach und nach wieder Normalität ein. Nicht jedoch für Angelas Mutter Mildred. Sie glaubt nicht, dass die Polizei alles in ihrer Macht Stehende tut, um das Verbrechen aufzuklären und macht ihrem Ärger offen Luft. Drei riesige Werbetafeln am Ortsausgang von Ebbing klagen Polizeichef Willoughby an und markieren den Beginn sich überschlagender Ereignisse. 

Die Wut einer Mutter und ihr unbändiger Drang nach Gerechtigkeit sind die Hauptzutaten von „Three Billboards ..." und lassen erahnen, dass es ein wenig ernster zugeht, als man das bisher von Regisseur Martin McDonagh („Brügge sehen … und sterben", „7 Psychos") gewohnt war. Trotzdem bleibt Platz für seinen typisch schwarzen Humor und für jede Menge Wärme – selbst für die scheinbar abstrusesten Figuren. Zwei Schauspielpreise bei den Oscarverleihungen 2018 waren die logische Folge: Frances McDormand wurde als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet, Sam Rockwell erhielt den Oscar als Bester Nebendarsteller.

USA/GB, 2017, 116 Minuten
Regie: Martin McDonagh; FSK: ab 12 Jahren
VV 6€/5€; AK 7€/6€ Theatervorplatz (Schillergäßchen 1; 07745 Jena)

Inhalte von youtube.com laden?

 

WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

mehr lesen weniger

Mit dem Rucksack geht es los: Gwen und Patrick reisen so weit in Richtung Osten, bis sie aus Westen wieder an ihrem Ausgangspunkt Freiburg ankommen. Auf ihrer Reise verzichten sie auf Komfort, leben von maximal fünf Euro am Tag und reisen nur zu Fuß, per Anhalter oder mit dem Schiff. Mit der Kamera als ständigem Begleiter lernen sie Land und Leute kennen und legen über 100.000 Kilometer zurück. 

„Weit“ hebt sich von vielen anderen Reisedokumentationen dadurch ab, dass in jeder Sekunde der Respekt und die Faszination der Protagonisten für die Menschen und Länder zu merken ist, die sie treffen bzw. bereisen. Diese Neugier auf die Welt ist so ansteckend, dass bereits über 400.000 Zuschauer in deutschen Kinos mit den sympathischen Weltenbummlern einmal um den Globus tingelten. Bei vielen zeigten sich dieselben Symptome: Begeisterung für das Gesehene und der dringende Wunsch, auf Reisen zu gehen.

D, 2017, 130 Minuten
Regie: Gwendolin Weisser, Patrick Allgaier; ohne Altersbeschränkung
VV 6€/5€; AK 7€/6€ Theatervorplatz (Schillergäßchen 1; 07745 Jena)

Inhalte von youtube.com laden?

 

La Boum – Die Fete

mehr lesen weniger

Sommerbrise, ein Walkmann, die große Stadt und die Wirrungen der ersten Liebe ... LA BOUM, der französische Kultklassiker mit Sophie Marceau aus den 80er-Jahren, kommt pünktlich zur Open-Air-Saison zurück auf die große Leinwand! 

Bevor auch nur ein Wort zum Inhalt geschrieben werden kann, erklingt sofort aus der Erinnerung der Filmsong „Reality“ von Richard Sanderson. „My Reality“ singt er, meine Realität – für die 13-jährige Vic heißt das: Gerade mit den Eltern nach Paris gezogen will sie endlich auch Erfahrungen mit Jungs sammeln. Ihr zur Seite stehen die neuen Freundinnen Pénélope und deren Schwester Samantha. Der Auserwählte heißt Mathieu. Kennengelernt – logisch – auf einer Fete, beginnen sie schon nach kurzer Zeit miteinander auszugehen.

Doch das Glück währt nicht lang. Erst zerbricht aufgrund einer Affäre ihres Vaters die Familie und dann stellt sich heraus, dass Mathieu auch noch ein anderes Mädchen hat. Ein riesiges Gefühlschaos! Man möchte so was nicht selbst erleben, aber was für ein Spaß, es von außen zu sehen und mit einiger Distanz in jugendlichen Gefühlswelten zu schwelgen. Ein großartiger Film.

F, 1980, 110 Minuten
Regie: Claude Pinoteau; FSK:  ab 12 Jahren
VV 7€/6€; AK 8€/7€ Theatervorplatz (Schillergäßchen 1; 07745 Jena)

Inhalte von youtube.com laden?

 

Kurzfilmnacht

mehr lesen weniger

Kurzfilmnacht - Alle Jahre wieder und doch gibts in jedem Jahr etwas Neues! Das Festival backup in Weimar macht eine Pause und bereitet sich auf sein 20. Jubiläum vor. Deshalb zeigt es 2018 ein ausgewähltes Sonderprogramm mit Abschlussfilmen der französischen Filmschule aus Aubagne, dem "Département SATIS" der Aix-Marseille Université. Das Filmfest Dresden feiert bereits sein 20. Jubiläum und wartet mit seinen besten nationalen und internationalen Streifen auf der Kurzfilmnacht auf.  Quer durch alle Genres wird gemixt und das komplette Spektrum, das die Fans der kurzen Filmform so lieben, für die Auswahl in Betracht gezogen: Animationen, Spielszenen, Archivaufnahmen, Dokumentarisches, Experimentalfilm, Musikfilm.

Im Vorprogramm werden erneut Beiträge vom Festival KinoDynamiqueJena, vom Landesfilmfestival FILMthuer und dem Jenaer Kurzfilmfestival cellu l‘art zu erleben sein, die die altbewährten Partner unterstützen und ergänzen.

VV 7€/6€; AK 8€/7€ Theatervorplatz (Schillergäßchen 1; 07745 Jena)