Die gebrechliche Ester steigt auf der Durchreise nach Schweden zusammen mit ihrer Schwester Anna und deren Sohn Johann in Timoka ab, wo man sich gerade auf einen Krieg vorzubereiten scheint. Als Übersetzerin ist Ester diverser Sprachen mächtig, doch die Sprache Timokas versteht sie nicht. Anna, der Bürde ihrer kranken Schwester überdrüssig, flieht vor Sohn und Schwester ins Nachtleben. Während Johann sich die Zeit im Hotel vertreibt, findet jede der beiden Schwestern auf ihre Weise Gefallen am Exzess…
Religiöses Meisterwerk oder billiger Sexfilm unter dem Deckmantel der Kunst? Und dann auch noch zur Musik von Johann Sebastian Bach? Ingmar Bergmans Kassenschlager und Skandalfilm wird seit jeher in alle Richtungen kontrovers diskutiert, interpretiert und eingeordnet. Zu Recht? Kommen und sehen Sie selbst!
England in den 1950ern: James Stevens, Zeit seines Lebens ergebener Butler auf Darlington Hall, begibt sich auf eine Reise durchs Land, um die ehemalige Haushälterin, mit der ihn insgeheim tiefere Gefühle verbinden, zur Rückkehr zu bewegen. Auf der Autofahrt erinnert er sich zurück an die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg, als er auf dem Landsitz bedeutenden Nazi-Sympathisanten wie Gegnern gleichermaßen diente. Stevens beginnt, sein Leben und die Menschen darin zu hinterfragen…
Basierend auf Kazuo Ishiguros gleichnamigem Bestseller beleuchtet Regisseur James Ivory die englische Adelsgesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts und deren Appeasement-Politik aus Sicht des allgegenwärtigen, stillen, pflichtbewussten Butlers, der seine Entscheidungen am Ende des Tages ebenso in Frage stellen muss, wie die Herren, denen er diente.
„Ich glaub, es geht schon wieder los“ – und wie! Der FILM e.V. Jena lädt zu einer neuen filmarena-Saison ein. Eröffnet wird diese mit einem echten Publikumsliebling: Roland Kaiser. Seit über fünf Jahrzehnten begleitet Roland Kaiser ganze Generationen durch durchtanzte Nächte, große Gefühle und sehr lange Mitsing-Refrains. Diese besondere Konzertdoku blickt zurück auf eine außergewöhnliche Karriere – vom Berliner Jungen mit großer Stimme zum gefeierten Entertainer, der ganze Hallen zum Mitsingen bringt. Und natürlich gilt: „Du, deine Freundin und ich“.
Wir alle können bei diesem Film garantiert den einen oder anderen Song mitsingen. Denn gegen den Charme dieses Sängers kommt man einfach nicht an. Für viele ist er bis heute „Der Mann, den man verdient“, einer, dessen Lieder sofort Erinnerungen wecken. Roland Kaiser ist Kult – und genau das wollen wir gemeinsam feiern. Mitsummen und mitsingen sind daher erwünscht und willkommen, vielleicht wird der eine oder andere Refrain sogar etwas lauter im Arenarund. Ob es dafür „Sieben Fässer Wein“ braucht, überlassen wir ganz dem filmarena-Publikum. Kurz gesagt: „50 Jahre Roland Kaiser – Ein Leben für die Musik“ ist ein perfekter Auftakt für einen neuen Kinosommer unter freiem Himmel – mit Musik, Erinnerungen und ganz viel Kaiser. Fehlt nur noch das passende „Kaiserwetter“.
Konzertfilm, Dokumentation
Rechteinhaber: Sony Music
Bild: Sony Pictures Entertainment
Nina Gummich haben wir im vergangenen Sommer mit allen Ehren als Theresa Wolff verabschiedet: Der letzte Fall sollte es sein für die beliebte Gerichtsmedizinerin. Doch Theresa Wolff ist zurück im Thüringenkrimi, mit neuem Kommissar an ihrer Seite - präsentiert auf der großen Leinwand! Wir freuen uns sehr!
In Jena explodiert ein Geldautomat – ein aufsehenerregender Fall mit menschlichem Kollateralschaden, der sich rasch als weitaus mehr entpuppt. Das Opfer, Cosimo Kroll (Gunnar Titzmann), scheinbar unbescholtener Immobilienentwickler und Vater aus Erfurt, war zur falschen Zeit am falschen Ort. Doch bei der Obduktion entdeckt Theresa Wolff (Nina Gummich) auffällige Spuren plastischer Eingriffe: Hinweise auf eine veränderte Identität. Ihre Rückkehr als Rechtsmedizinerin führt sie mitten in ein Geflecht aus Geldwäsche, Korruption und organisierter Kriminalität. Gemeinsam mit Kriminalhauptkommissar Moritz Herbst (Golo Euler) stößt sie auf ein Netzwerk, das tief in gesellschaftliche und familiäre Abgründe reicht.
Filmvorführung mit Gesprächsgästen
D: Nina Gummich, Golo Euler, Sahin Eryilmaz
Bild: Foto: ZDF/Felix Abraham
In 1930s America, twin brothers Smoke and Stack, both played by Oscar winner Michael B. Jordan, return to Clarksdale, Mississippi, to open a juke joint—a nightclub filled with blues music and a zest for life. But on opening night, bloodthirsty people crash the celebration, turning a warm Southern evening into a brutal fight for survival. As the chaos unfolds, Smoke and Stack must not only face this supernatural threat, but also confront old rivalries, mistrustful allies, and the dark secrets of their own past.
With Blood & Sinners, director Ryan Coogler delivers a fast-paced, gripping cinematic experience that fuses horror, Southern Gothic atmosphere, action, and blues music into an electrifying mix. Supported by a strong ensemble including Hailee Steinfeld, Jack O’Connell, and Delroy Lindo, Michael B. Jordan brings intensity, adrenaline, and edge-of-your-seat tension to the screen. The film made history at the Oscars: with an astonishing 16 nominations—more than any other film of the season—including Best Picture, Best Director, and Best Actor, Blood & Sinners is a must-see for anyone who loves powerful cinema, high-stakes drama, and thrilling entertainment.
History/Horror/Action/Music
C: Michael B. Jordan, Hailee Steinfeld, Jack O'Connell
Licensor: Warner Bros.
Image: Warner Bros.
Krimis mag jeder gern, besonders die aus dem schönen England mit den beschaulichen Wiesen und den stürmischen Steilküsten. Und genau dort ist auch diese gänzlich in Wolle gepackte, humorvolle Geschichte angesiedelt: Schäfer George liest seiner Herde täglich die besten Kriminalromane vor und ahnt nicht, dass die Schafe ihn bestens verstehen. Nichts mögen sie lieber, als bei den Fällen mitzurätseln und Theorien auszutauschen.
Wie schlimm, dass die possierlichen Tiere bald selbst einen echten Mordfall lösen müssen, der die gesamte Herde in Aufruhr versetzt. Wie gut, dass Schaf Miss Maple nicht nur beinahe so heißt wie eine berühmte Detektivin der Literaturgeschichte, sondern tatsächlich auch einiges an Talent für die anstehende Aufgabe beweist. Mehr zumindest als Dorfpolizist Tim Derry und andere Dorfbewohner.
Die illustre Schafherde mit Individualisten wie dem alten Leithammel Sir Ritchfield, dem mutigen Othello, der ängstlichen Mopple und der neugierigen Maud bewegen sich tief in die dunklen Geheimnisse der Menschen hinein, zumindest dann, wenn sie nicht gerade hungrig sind. Es ist eine wahre Wonne, ihnen dabei zu folgen und aus ihrer treuherzigen Perspektive die seltsamen menschlichen Handlungen und Emotionen zu betrachten. Wir sind gespannt auf die originelle und skurrile Schafslogik, die sich uns hier bieten wird – MÄH!
Krimikomödie
D: Hugh Jackman, Nicholas Galitzine, Nicholas Braun
Rechteinhaber: Amazon MGM Studios
Bild: Sony Pictures Germany
Wiebke Lühmann ist Gast der filmarena -
Wir laden herzlich ein zu einem Filmgespräch ab 21 Uhr!
Die Reise mit dem Fahrrad führte Wiebke Lühmann von Freiburg bis zum Kap der Guten Hoffnung - ehrlich, roh und nah an den inneren wie äußeren Herausforderungen einer 430-tägigen Fahrradreise durch 22 Länder. 20.000 Kilometer liegen vor ihr, 22 Länder und die vielleicht größte Frage von allen: Was passiert, wenn man alles Vertraute hinter sich lässt und einfach startet?
Ein Jahr auf dem Rad fühlt sich nie gleich an. Sandstürme, Hitze und technische Probleme begleiten sie durch Marokko und die Sahara. Entlang der westafrikanischen Küste, durch liberianische Regenwälder, das nigerianische Hochplateau, das Kongobecken und die Namib geht’s immer weiter. Im Süden des Kongos, nach rund 15.000 Kilometern, kippt etwas. Das Ziel wirkt weiter entfernt als je zuvor. Die Freude am Reisen ist plötzlich weg, die Energie auch. Trotzdem beginnt Wiebke das letzte Kapitel: Angola, Namibia und Südafrika. Die Landschaften werden weiter, wilder, spektakulärer – und sie innerlich ruhiger. Nach Wochen mit diversen Challenges fühlen sich die letzten hundert Kilometer fast mühelos an.
Was einmal wie eine verrückte Idee klang, ist Realität geworden. Kein Weltrekord, sondern eine Geschichte über Mut, Zweifel und Begegnungen. Und die Erkenntnis, dass es nicht die reine Unabhängigkeit ist, die Wiebke Lühmann stark macht, sondern die Verbindung zu Menschen unterwegs und zu sich selbst.
Dokumentation
Bild: Foto: El Flamingo / 24 Bilder
„King of Pop“ – diesen Titel hat Michael Jackson sich einst mit viel Ehrgeiz und unglaublichem Können erarbeitet. Mit seinen Songs eroberte der exzentrische und streitbare Musiker die ganze Welt; er erfand den Moonwalk und überzeugte mit innovativen Musikvideos und bombastischen Bühnenshows. Doch auch die Schattenseiten seines ruhmreichen Lebens sind bekannt: das entbehrungsreiche Leben in der Kindheit, der Bruch mit dem Vater, der Wunsch die Hautfarbe aufzuhellen, die Schönheitsoperationen, die Missbrauchsvorwürfe.
Das Biopic verfolgt Michaels Kindheit und beginnende Solokarriere als Teenager in den 1970ern bis hin zum bahnbrechenden Erfolg von „Thriller“ und „Bad“ in den 1980ern. Dabei wird er von seinem Neffen Jafaar Jackson gemimt; der wunderbare Colman Domingo schlüpft in die Rolle des strengen Vaters Joe.
Wer ist nicht bewegt von Michael Jacksons Sound, der aus dem Motown stammt, ein Sound, der Soul und R’n’B-Elemente mit Disco und Rockbeats grandios zu einem ganz eigenen Musikerlebnis verwebt? Wer träumte nicht davon, mal bei einem seiner grandiosen Konzerte dabei zu sein? Wer wollte nicht wissen, was für ein Mensch eigentlich hinter der Popstarmaske steckt? All dies und ganz besonders Michael Jacksons unvergleichliche Musik weiß der Film uns zu zeigen, an einem ganz besonderen Ort: dem Theatervorplatz.
Biopic
D: Jaafar Jackson Nia Long Juliano Valdi KeiLyn Durrel Jones Laura Harrier Jessica Sula Mike Myers Miles Teller Colman Domingo
Rechteinhaber: Universal Pictures
Bild: Universal Pictures
Der ehemalige Revolutionär Bob lebt zurückgezogen irgendwo am Rand der Gesellschaft – stets ein wenig misstrauisch, stets mit einem Blick über die Schulter. Die Zeiten seiner politischen Kämpfe liegen längst hinter ihm, doch die Schatten dieser Vergangenheit sind nie ganz verschwunden. Gemeinsam mit seiner selbstbewussten Tochter Willa versucht er, ein halbwegs normales Leben zu führen. Als jedoch plötzlich ein alter Bekannter wieder auftaucht – ein skrupelloser Menschenfeind mit eigener dunkler Agenda – gerät Bobs ohnehin fragiles Gleichgewicht endgültig ins Wanken. Kurz darauf verschwindet Willa spurlos. Für Bob beginnt eine fieberhafte Suche, die ihn mitten hineinführt in ein Geflecht aus alten Loyalitäten, politischen Intrigen und längst nicht begrabenen Konflikten. Und während Bob versucht, seine Tochter zu retten, wird er gezwungen, sich auch den Konsequenzen seiner eigenen Vergangenheit zu stellen…
Mit einer explosiven Mischung aus Action, schwarzem Humor und politischer Satire entfaltet Regisseur Paul Thomas Anderson ein ebenso temporeiches wie vielschichtiges Kinoerlebnis. Zwischen wuchtigen Verfolgungsjagden, überraschenden Wendungen und immer wieder aufblitzender Ironie erzählt der Film von Idealismus, Enttäuschung und dem schwierigen Versuch, das Richtige zu tun. Angeführt wird das hochkarätige Ensemble von Leonardo DiCaprio, der einmal mehr seine enorme Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellt. Nicht zuletzt sorgte der Film auch in der diesjährigen Awards-Season für Aufsehen: „One Battle After Another“ erhielt insgesamt 13 Nominierungen und schließlich 6 Oscars, darunter für Bester Film, Beste Regie und Bestes Casting – ein eindrucksvoller Beleg für die große Resonanz, die dieses ebenso wilde wie intelligente Kinoerlebnis ausgelöst hat.
Drama/Action-Thriller
D: Leonardo DiCaprio, Sean Penn, Chase Infiniti
Verleiher: Warner Bros.
Bild: Warner Bros.
Häuptling Abahachi und sein weißer Blutsbruder Ranger kämpfen unermüdlich für Frieden und Gerechtigkeit im Wilden Westen. Doch eine neue, aufstrebende Bande macht ihnen das Leben schwer und lockt die beiden in eine Falle – denn sie hat es auf das sagenumwobene „Kanu des Manitu“ abgesehen. In letzter Sekunde werden Abahachi und Ranger von ihrem treuen Freund Dimitri und dessen neuer Begleiterin Mary gerettet. Doch schnell wird klar: Das war erst der Anfang eines viel größeren Plans. Mit vereinten Kräften – und nicht selten mit reichlich Meinungsverschiedenheiten – stürzen sich die Freunde in ihr bislang größtes Abenteuer und kommen dabei überraschenden Antworten auf die wirklich wichtigen Fragen des Lebens näher.
Mit „Das Kanu des Manitu“ kehrt Michael ‘Bully‘ Herbig mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Kultfilm „Der Schuh des Manitu“ in den Wilden Westen zurück – und bringt dabei endlich wieder das legendäre Trio auf die große Kinoleinwand: ‘Bully‘ Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian. Freuen Sie sich auf ein Wiedersehen mit den beliebtesten Figuren, jede Menge herrlich schräger Gags, liebevolle Karl-May-Parodien und ein großes Stück deutscher Comedy-Nostalgie. Der Film entwickelte sich schnell zum Kinohit und begeisterte Millionen Zuschauer – beste Voraussetzungen also für einen rundum vergnüglichen Kinoabend voller Lacher und guter Laune.
Komödie/Abenteuer
D: Michael Herbig, Christian Tramitz, Rick Kavanian
Rechteinhaber: Constantin Film
Bild: Constantin Film
Präsentiert von der AOK Plus
In einer grandiosen Eröffnungssequenz singen und tanzen jede Menge gutgelaunte und farbenfrohe Menschen auf der Straße und auf den Dächern von Autos, die in einem Stau feststecken. Das ist nicht nur eine Ansage, sondern auch wahnsinnig toll zu erleben, ein echter Kinomoment. Was folgt, ist ein Musical, wie es in jeder Dekade nur eines gibt – ein Musical, das alle emotionalen Bandbreiten vollkommen ausspielt und künstlerisch absolut stark inszeniert ist.
Mia und Sebastian begegnen sich in Hollywood, sie will Schauspielerin werden, er Jazzpianist. Sie verlieben sich, leben eine Zeitlang zusammen, während sie beide immer erfolgreicher werden. Und schließlich müssen sie sich den Veränderungen stellen, die ein so Leben als Star mit sich bringt. Behutsam spiegelt der Film beide Figuren, toll gespielt von Oscar-Preisträgerin Emma Stone und dem charmanten Ryan Gosling. Beide singen überraschend einfühlsam, ihr Duett „City of Stars“ ist längst in die Filmgeschichte eingegangen. Gänsehaut!
Regisseur Damien Chazelle ist mit dieser bezaubernden Liebesgeschichte, die nebenbei auch die Filmgeschichte Hollywoods aufgreift, mit gerade einmal 30 Jahren bereits sein Opus Magnum gelungen. Ausgezeichnet wurde der Film mit insgesamt sechs Oscars, u.a. für die Beste Regie, die Beste Hauptdarstellerin und natürlich für die beste Filmmusik. Gründe genug, das Musical zehn Jahre nach seiner Uraufführung erneut auf den Theatervorplatz zu holen.
Musical
D: Emma Stone, Ryan Gosling
Rechteinhaber: Studiocanal
Bild: Studiocanal
Besuch auf eigene Gefahr! FSK 18! ALLES ist möglich!
Ort: Blauer Saal, Kino im Schillerhof
FSK: 18
„Haltet die Käsewürfel bereit, bevor ihr in Ohnmacht fallt“ – es wird wieder modisch, bissig und absolut ikonisch: Der Prada tragende Teufel kehrt zurück auf die große Leinwand. Die Welt der Hochglanzmagazine hat sich weitergedreht, aber eines ist sicher: Wenn Miranda Priestly, verkörpert durch die großartige Meryl Streep, den Raum betritt, sinkt die Temperatur deutlich – und niemand wagt es, falsch zu atmen. Ein Mode-Fauxpas ist hier keine Kleinigkeit, sondern bedeutet das Karriereende. So stolpern zwischen Fashion Week und Druck-Deadline alte und neue Gesichter durch die Branche. Es bleibt abzuwarten, ob Andy sich wirklich emanzipiert hat oder doch noch den Idealen der Fashionwelt hinterherrennt.
Irgendwo zwischen Designerkleidern und bissigen Kommentaren bleibt die Erkenntnis: Mode ist ernst – sehr ernst! Freut euch auf scharfzüngige Dialoge, glänzende Looks und Momente, die zwischen „absolut übertrieben“ und „erschreckend realistisch“ pendeln. Kurz gesagt: Das wird ein Abend für alle, die wissen, dass Stil keine Frage des Geschmacks ist – sondern der Haltung. Also schmeißt euch in Schale, Sonnenbrille auf und nicht vergessen: Das ist kein Outfit. Das ist ein Statement.
Komödie
D: Meryl Streep Anne Hathaway Emily Blunt Justin Theroux Kenneth Branagh Stanley Tucci
Rechteinhaber: Disney / 20th Century Studios
Bild: Disney / 20th Century Studios
Plötzlich wird die junge Hutmacherin Sophie durch einen Fluch äußerlich sehr alt. Sie schämt sich, flieht aus ihrer Stadt und gerät dabei in ein magisches, umherziehendes Schloss voller skurriler Bewohner und Geheimnisse. Das ist alles viel aufregender als ihr altes langweilig verstaubtes Leben. Sophie lernt bei ihren Abenteuern mit dem Schloss allerhand über sich selbst und die Welt, durch die sie wandeln. Und sie lernt den verschlossenen Hausherren Hauro kennen - einen Zauberer, der in einen komplizierten Krieg verwickelt ist. Schafft Sophie es, sich von ihrem Fluch zu befreien?
Wie immer bei Hayao Miyazaki verzaubert auch dieser Film aus dem japanischen Animationsstudio Ghibli mit jeder Menge Weisheit, mit seiner einzigartigen Bildsprache, liebevollen Details und einer Geschichte, die noch lange nachwirkt. Nicht nur die Figuren, auch die Orte, die Räume, die gesamte Welt, die hier geschaffen wird, laden zum Staunen auf der ganz großen Leinwand ein.
Bereit, sich ein kleines bisschen in Hauro zu verlieben? Unsere Anime Nacht ist die perfekte Gelegenheit, gemeinsam in diese fantastische Welt einzutauchen und gern auch ein Cosplay-Outfit zu präsentieren.
Animation, Fantasy, Abenteuer
Synchronsprechende: Sunnyi Melles (Sophie), Robert Stadlober (Hauro)
Rechteinhaber: Studio Ghibli
Bild: Studio Ghibli
Der ehemalige Lehrer Dr. Ryland Grace erwacht allein an Bord eines Raumschiffs – ohne Erinnerung daran, wer er ist oder warum er sich überhaupt im All befindet. Erst nach und nach kehren seine Erinnerungen zurück: Eine globale Katastrophe bedroht das Leben auf der Erde, und er ist die letzte Hoffnung der Menschheit, eine Lösung zu finden. Während er sich Stück für Stück in seine Mission hineindenkt, stößt er auf ein wissenschaftliches Rätsel, das ihn an die Grenzen seines Wissens bringt – und darüber hinaus. Doch in der scheinbaren Einsamkeit des Alls macht er eine unerwartete Entdeckung, die alles verändert und seine Aufgabe in ein völlig neues Licht rückt.
Mit „Project Hail Mary“, basierend auf dem Bestseller von Andy Weir (u.a. „Der Marsianer“), entstand ein packendes, ebenso spannendes wie überraschend humorvolles Science-Fiction-Abenteuer. Angeführt von Ryan Gosling und Sandra Hüller verbindet der Film große Ideen, emotionale Tiefe und mitreißende Spannung zu einem der außergewöhnlichsten Kinoerlebnisse 2026. Wenn das erfolgreiche Animationsstudio Pixar jemals einen Realfilm produzieren würde, dann wäre es dieser: klug, herzerwärmend, visuell beeindruckend und voller staunenswerter Momente.
Sci-Fi/Abenteuer
R: , D: Ryan Gosling, Sandra Hüller, Lionel Boyce
Rechteinhaber: Amazon MGM Studios
Bild: Sony Pictures Germany
Als Steven Spielberg Anfang der 1990er scheinbar mühelos einen Blockbuster nach dem anderen aus dem Ärmel schüttelte, erklomm er endgültig den Olymp der Filmregie. Und mitten in dieser Erfolgsserie ließ er 1993 etwas auf die Welt los, das Kinozuschauer kollektiv den Atem anhalten ließ: einen brüllenden Tyrannosaurus Rex, eine Herde majestätischer Brachiosaurier und ein Rudel ziemlich schlecht gelaunter Velociraptoren. So etwas hatte es in dieser Brillanz vorher noch nicht gegeben. Der Erfolgsilm sollte den Start für eine ganze „Jurassic Park“-Kinoreihe markieren.
Im titelgebenden Jurassic Park werden mithilfe von Gentechnik Dinosaurier wieder zum Leben erweckt – und zwar nicht für wissenschaftliche Zwecke, sondern vor allem als spektakuläre Attraktionen in einem Freizeitpark. Bevor die zahlende Kundschaft darauf losgelassen wird, dürfen ein paar Experten probeschauen. Eine ausgezeichnete Idee – zumindest so lange, bis Technik ausfällt, Zäune plötzlich nicht mehr unter Strom stehen und ein hungriger T-Rex erkennt, dass Menschen durchaus auf den Speiseplan passen. Was folgt, ist pures Kino: Staunen, Spannung und Spezialeffekte, die 1993 revolutionär waren – und die auch heute noch ziemlich beeindruckend aussehen. Und natürlich ist da neben Sam Neill, Laura Dern und den Kindern auch noch Jeff Goldblum als Chaos-Theoretiker Ian Malcolm – mit weit geöffnetem Hemd, trockenem Humor und einer Liegepose, die später zuverlässig Meme-Geschichte schrieb. Kurz gesagt, der vielleicht beste Dinosaurierfilm aller Zeiten – perfekt für einen Sommerabend im Freiluftkino. Halten Sie sich fest: Der T-Rex kommt!
Science-Fiction-Abenteuerfilm
D: Sam Neill, Laura Dern, Jeff Goldblum
Rechteinhaber: Universal Pictures
Bild: Universal Pictures
Dieser Film mit dem langen Titel hat es alles in sich: Drama und Komödie, junge und alte Menschen, Klugheit und Slapstick, Sensibilität und Selbstbewusstsein, Weisheit und emotionale Ausbrüche, Gemütlichkeit und die große Bühne, Liebe und Trauer, das Leben und den Tod.
Schauspieler und Autor Joachim Meyerhoff reflektiert seinen Start in die Welt des Schauspiels an der Schauspielschule München und im Haus seiner Großeltern Anfang der 1990er mit detaillierter Beobachtungsgabe und leisem Humor. Aus dem autobiografischen Roman machte Simon Verhoeven diesen Film gemeinsam mit Schauspielerinnen-Mutter Senta Berger und spiegelt damit gleichsam die Ausgangssituation der Geschichte, in der Joachim bei seiner Großmutter Inge Birkmann, selbst einst eine gefeierte Film- und Theaterdiva, lebt. Damit wird die Meta-Ebene der Geschichte noch einmal mehr bedient und das gelingt alles ganz wunderbar.
Wie Enkel und Großmutter miteinander umgehen – er durchschnuppert das große, alte Haus, schwelgt in Kindheitserinnerungen, sie gibt ihm Tipps für die Schauspielschule, tröstet ihn, wenn der Schmerz um den verlorenen Bruder zu groß wird, und erfreut sich an dem jungen Gast, nennt ihn liebevoll „Mein Lieberchen“ – das ist großes Kino. Jungdarsteller Bruno Alexander, bekannt u.a. aus der Serie „Die Discounter“, besteht ganz grandios neben der uneitlen und umwerfend aufspielenden Senta Berger. Der Moment, in dem Joachim/Bruno „Tainted Love“ singt und all seine Emotionen hineinlegt, lässt auf jeden Fall keinen ungerührt. Eine großartige Enkel-Oma-Geschichte, ein großartiger Kinofilm!
Tragikomödie
D: Senta Berger, Bruno Alexander, Michael Wittenborn
Rechteinhaber: Warner Bros.
Bild: Warner Bros.
In Kooperation mit „unicato“ – dem Kurzfilmmagazin des MDR – erwartet die Freundinnen und Freunde der kurzen Filmform wieder die beliebte Kurzfilmnacht.
Jeden Monat präsentiert „unicato“ eine sorgfältige Auswahl aus der deutschsprachigen Kurzfilmszene und gewährt Einblicke in die kreativen Köpfe hinter den Filmen. Von lustig bis nachdenklich, von realistisch bis fantastisch, von klassisch bis experimentell – „unicato“ zeigt den kurzen Film in all seinen Facetten in der ARD Mediathek und im MDR Fernsehen.
Zur diesjährigen Kurzfilmnacht tauscht „unicato“ das Magazin-Format gegen die Freiluftbühne und präsentiert ein unterhaltsames Crossover aus der kurzfilmischen Kreativszene. Moderator Markus Kavka und Gäste sorgen für kurzweilige Unterhaltung und geben spannende Einblicke in die Geschichten hinter den Geschichten.
Die Kurzfilmnacht ist ein Muss für alle, die den kurzen Film lieben und bietet eine großartige Gelegenheit, die Vielfalt und Kreativität der Kurzfilmszene zu erleben sowie mit den Filmschaffenden ins Gespräch zu kommen.